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Am 13. April 2014 wurde im Ehrenhof des Memorials Crematorium KZ Gusen eine Gedenktafel an die in den Jahren 1939 bis 1945 in Gusen inhaftierten Zeugen Jehovas eingeweiht. Diese Gedenktafel wurde im Rahmen des Projektes “GE-DENKEN BEWEGT” auf Initiative von Frau Ulrike Springer, die selber Jehovas Zeugin und ausgebildeter Mauthausen-Gusen Guide ist, für diese oft wenig beachtete Opfergruppe gestiftet.

Nach heutigem Forschungsstand schmachteten 77 Zeugen Jehovas – damals von den Nationalsozialisten geringschätzig “Bibelforscher” genannt und mit einem “Lila Winkel” ausgestattet – im Konzentrationslager Gusen I. Ihre christliche Überzeugung bewegte sie dazu sich in keiner Weise dem NS-Terror zu beugen.

Die würdige Feier zur Enthüllung dieser Gedenktafel wurde durch Herrn Andrej Tarnok musikalisch auf der Geige mit Werken von Johann Sebastian Bach untermalt. Karl Hubmann vom Verein “Lila Winkel” und Heide Gsell vom Geschichtsarchiv der Zeugen Jehovas in Österreich referierten zur Leidensgeschichte von Jehovas Zeugen in Gusen.

Die Gedenktafel wurde von Marc Schneidinger und Rene Feyrer gefertigt.

Der Verein “Lila Winkel” widmet sich im übrigen vor allem der Rehabilitierung und Unterstützung von Opfern der NS-Zeit.

 

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