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Die Regierung der Republik Polen weihte am 9. Mai 2015 beim heutigen Zugang zu der neuen unterirdischen KZ-Gedenkstätte “Bergkristall” in St. Georgen/Gusen mit militärischen Ehren ein stattliches Denkmal in Erinnerung an die zehntausenden, in Österreich oft vergessenen KZ-Opfer der ehemaligen Konzentrationslager von Gusen ein.

Die feierliche Einweihung erfolgte unter reger Anteilnahme der Bevölkerung durch die beiden eigens aus Warschau angereisten Minister und Dr. habil. Andrzej Kunert und Maciej Klimczak in Gegenwart von Herrn Botschafter Mag. Artur Lorkowski, Herrn Generalkonsul Andrzej Kaczorowski und Herrn Honorarkonsul Dr. Christian Hofer.

Die Marktgemeinde St. Georgen war durch Bürgermeister Erich Wahl und Vizebügermeister Franz Haslinger offiziell vertreten. Leider fand es aber kein einziger politischer Repräsentant des Landes Oberösterreich oder des Bundes der Mühe wert auch Österreich bei diesem feierlichen Staatsakt in Erinnerung an etwa 44.000 KZ-Opfer offiziell zu vertreten.

Im Rahmen der Einweihung dieses neuen Denkmals wurde auch dem erst kürzlich verstorben ehemaligen Außenminister der Republik Polen, Herrn Prof. Wladyslaw Bartoszewski gedacht, der nicht nur für die Deutsch-Polnische Aussöhnung große Verdienste hat, sondern dem auch maßgeblich das im Jahre 2004 eingeweihte Besucherzentrum Gusen zu verdanken ist.

Dieses polnische Denkmal ist das erste Denkmal in dem dort von der Marktgemeinde St. Georgen/Gusen vorgesehenen “Park der Stille”, in dem sich in Zukunft Interessierte auf einen Besuch in der neuen unterirdischen KZ-Gedenkstätte “KZ Gusen IIBergkristall” vorbereiten sollen. Wir hoffen, dass in Zukunft auch noch weitere Nationen dort in Erinnerung an die Opfer des ehemaligen Konzentrationslager Gusen II weitere Denkmäler errichten werden.

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Renzo Carboni hat seine künstlerisch hoch anspruchsvollen Arbeiten zu Gusen, Hartheim und Mauthausen mit Unterstützung von ANED Turin, Frau Marisa Quirico und Gedenkdienstkomitee Gusen während des Gedenkwochenendes 2014 in der Zeit zwischen dem 8. und 12. Mai 2014 im Heimathaus Langenstein ausgestellt.

Der aus Turin in Italien kommende Künstler widmete diese Ausstellung unter dem Motto “Arbeit und Massenvernichtung” 69 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges besonders den wenigen noch erhaltenen Resten des ehemaligen Konzentrationslager von Gusen, die in den Jahrzehnten seit dem Kriegsende sowohl durch Menschen wie auch die Zeit verändert worden sind.

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