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Dank der Initiative von Stefan Derk, der ein Neffe des KL Gusen II Überlebenden Karl Littner ist, stehen diese berührenden Lebenserinnerungen nun für Interessierte im deutschen Sprachraum als weitere Non-Profit-Publikation des Gedenkdienstkomitees Gusen auch auf Deutsch zur Verfügung. Bitte folgen Sie diesem Link zum Buch “Ein Leben am seidenen Faden”.

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Am 13. September 2014 konnte der KZ Gusen II Überlebende Modesto Melis aus Carbonia in Sardinien (ehem. Häftlings Nr. 82441) mit einer Sondererlaubnis der österreichischen Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) nach 70 Jahren erstmals wieder in der Stollenanlage „Bergkristall“ die unterirdische Welt des ehemaligen KZ Gusen II in St. Georgen/Gusen besuchen.

Obwohl Herr Melis als Falschirmjäger Kriegsteilnehmer war, wurde er am 4. Februar 1944 von der Gestapo mit nur 24 Jahren verhaftet und als politischer Häftling nach einem kurzen Quaratäneaufenthalt im KZ Mauthausen am 13. August 1944 als Elektromechaniker in das Konzentrationslager Gusen II eingewiesen. Er war dort in Block 6 untergebracht und musste unter grausamen Bedingungen in der unterirdischen Flugzeugfabrik in St. Georgen die Cockpits von Messerschmitt Me 262 Düsenjägern am Fließband verkabeln. Nur weil er ein ausgesprochener Spezialist war überlebte er das Konzentrationslager Gusen II, welches als das schrecklichste Kommando im ehem. KZ-Komplex Mauthausen-Gusen galt.

Die Erinnerungen von Modesto Melis wurden mit Hilfe der Stadt Carbonia und der Region Carbonia Iglesias durch Giuseppe Mura im Jahre 2013 im Verlag Giampaolo Cirronis Editore in Iglesias auf Sardinien in Buchform herausgebracht und sind unter dem Titel „L´animo degli offesi“ (Die Seele der Beleidigten) auf Italienisch verfügbar.

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