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Im Umfeld des Gedenkens an den 75. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagerkomplexes Gusen veröffentlichte die österreichische Rechercheplattform ADDENDUM.ORG im Mai 2020 die Ergebnisse einer umfangreichen Studie zum “vergessenen KZ-Komplex Gusen”, die unter Federführung von David Freudenthaler und Michael Mayrhofer durchgeführt wurde.

Im Zuge dieses Rechercheprojektes entstanden auch fünf sehr hörenswerte Podcasts, die unterschiedliche Aspekte des ehemaligen KZ-Komplexes Gusen beleuchten und einzigartige Interviews mit Anrainern und Grundeigentümern in Gusen sowie Aktivisten des Gedenkdienstkomitees Gusen (www.gusen.org) enthalten, welche sich schon seit Jahrzehnten für eine adäquate Erinnerung an die mehr als 40.000 Opfer dieses einst größten aber vergessenen KZ-Komplexes auf österreichischem Boden einsetzten.

Die Rechercheergebnisse und auch die Podcasts sind über eine eigene Website von ADDENDUM.ORG unter dem Titel „Das vergessenen KZ Gusen“ zugänglich.

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Aufgrund der weltweiten Pandemie wird auch die internationale Gedenkfeier zum 75. Jahrestag der Befreiung des ehemaligen KZ-Komplexes Gusen heuer online stattfinden.

Details dazu können unserer speziellen Seite für die Online-Gedenkfeier 2020 entnommen werden.

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Die Österreichische Volkspartei (ÖVP) und die Grünen haben als historischen Meilenstein in der Geschichte der 2. Republik im Koalitionsvertrag für die neue österreichische Bundesregierung (2020-2024) erstmals vereinbart, dass Reste des ehemaligen KZ-Komplexes Gusen in den nächsten Jahren nach jahrzehntelanger Säumnis endlich in öffentliches Gut übergehen und als würdige KZ-Gedenkstätte für die Weltöffentlichkeit weiterentwickelt werden sollen.

Wir freuen uns im Namen von mehr als 40.000 weitgehend vergessenen Opfern der ehemaligen KL Gusen I, II und III, dass diese neue österreichische Bundesregierung nun erstmals in der jüngeren Geschichte Österreichs bereit ist, adäquate Verantwortung für diesen größten, aber systematisch vernachlässigten, ehemaligen nationalsozialistischen Konzentrationslagerkomplex auf österreichischem Territorium zu übernehmen, dessen Opferzahl jene das Lagers Mauthausen deutlich überstieg.

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